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Index der Schlern-Schriften

Bücher 301 -

 

UNIVERSITÄTSVERLAG WAGNER – ANDREAS-HOFER-STRASSE 13 – POSTFACH 165

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Das folgende Verzeichnis führt (in Klammern) auch die vergriffenen Bände an. Wenn zwei Schilling-Preise angegeben sind (z.B. ATS 100,-/130,-), gilt der erste für die weich gebundene, der zweite für die hart gebundene (Halbleinen oder Pappband) Ausgabe. Wenn nur ein Preis angegeben ist, gilt bis Schlern-Schrift 245: dieser Band ist weich, ab 246: dieser Band ist steif gebunden. Ausnahmen sind bei den jeweiligen Bänden angeführt. (FS=Festschrift SD=Sonderdruck)

Hauptindex
Bücher 251 bis 300

 

301 Literatur und Sprache in Tirol. Von den Anfängen bis zum 16. Jahrhundert. Akten des 3. Symposiums der Sterzinger Osterspiele (10.-12.4.1995), hg. im Auftrag des Vigil-Raber-Kuratoriums Sterzing von Michael Gebhardt und Max Siller. 1996. 454 S., 4 Bildtaf. ISBN 3-7030-0263-8. ATS 680,-/DEM 98,-

Über zwei Dutzend Gelehrte aus Österreich, Italien, Deutschland, Großbritannien und Portugal setzen sich anläßlich des 550. Todestages Oswald von Wolkensteins (gest. 1445) mit der Literatur und der Sprache Tirols bis zur frühen Neuzeit auseinander. Die Spannweite der Beiträge reicht von vordeutschen Schriftdenkmälern, nämlich den rätischen Inschriften des Zentralalpenraums, bis hin zu Texten des beginnenden 17. Jahrhunderts. Die Autoren: Hans Schmeja, Michael Gebhardt, Peter Ernst, Klaus Brandstätter, Brigitte Döring, Egon Kühebacher, Karin Kranich-Hofbauer, Andrea Hofmeister, Wernfried Hofmeister, Brigitte Spreitzer, Fritz Peter Knapp, Alan T. Robertshaw, Ute Schwob, Rainer Gstrein, Werner M. Bauer, Gisela Nocker, Max Siller, Ursula Hennig, Barbara Thoran, Monika Fink, Peter Wiesinger, Franz Josef Schweitzer, Elisabeth De Felip-Jaud, Erwin Koller, Uta Maley.

 

302 Verspielte Selbstbestimmung? Die Südtirolfrage 1945/46 in US-Geheimdienstdokumenten und österreichischen Akten. Eine Dokumentation, hg. von Michael Gehler. 1996. 642 S., 20 Bildtaf. ISBN 3-7030-0302-2, ATS 780,-/DEM 112,-

Bestand 1945/46 überhaupt eine Chance auf Rückgliederung Südtirols? Wurde die Forderung nach Abhaltung einer Volksabstimmung zu rasch fallengelassen und damit die Selbstbestimmung politisch verspielt? Wie funktionierte die Zusammenarbeit zwischen Innsbruck, Wien und Bozen? Wie reagierten die Bevölkerung und die politisch Verantwortlichen nördlich und südlich des Brenners auf die Entscheidung der Mächte? War das Gruber-De Gasperi-Abkommen das "Maximum des Erreichbaren"?

Auf diese kontroversen Fragen geben über 200 größtenteils unveröffentlichte Dokumente Antworten, die das Atmosphärische dieser für das Schicksal Südtirols nach 1945 entscheidenden Zeit eindrucksvoll zutage treten lassen. Das Editionswerk stützt sich auf amerikanische Geheimdienstberichte, amtliche österreichische Akten, Privatpapiere und Tagebuchnotizen und dokumentiert die wechselvolle Entwicklung in Tirol vom Kriegsende im Mai 1945 bis zu den Reaktionen auf die Autonomielösung des Pariser Abkommens vom 5. September 1946.

 

303 Wolfgang Joly, Standschützen. Die Tiroler und Vorarlberger k.k. Standschützen-Formationen im Ersten Weltkrieg. Organisation und Einsatz. 1998. 751 S. mit 714 Abb., XIV Farbtaf. ISBN 3-7030-0310-3. ATS 780,-/DEM 112,-

Über achtzig Jahre nach dem Auszug der Tiroler und Vorarlberger Standschützen zur Verteidigung Tirols (1915) wird hier erstmals die Geschichte aller Standschützeneinheiten dargestellt. Es handelt sich um 49 Bataillone und 44 mehr oder weniger selbständige Kompanien bzw. Formationen aus allen Landesteilen Alttirols und aus Vorarlberg. Der Autor befaßt sich einleitend mit den Gründen, die zur Aufstellung der Standschützen-Formationen führten und mit der militärischen Situation zu Beginn des Ersten Weltkrieges. Es folgt dann die Schilderung der Formierung, des Ausmarsches und des Einsatzes jedes einzelnen dieser einzigartigen Truppenteile an der Südtiroler Front bis zum Kriegsende. Umfassende Quellenstudien ermöglichen detaillierte Angaben über die Bataillons-, Kompanie- und Zugskommandanten und über die Stärke der Einheiten zu verschiedenen Zeitpunkten des Krieges. Auch die Fahnen der Standschützen-Formationen , die zum Teil seit Kriegsende nie mehr ausgerollt worden sind, wurden vom Autor ausfindig gemacht, abgelichtet und präzise beschrieben.

 

304 Josef Fontana, Das Südtiroler Unterland in der Franzosenzeit 1796-1814. Voraussetzungen – Verlauf – Folgen. 1998. 853 S. mit 86 Abb., 24 Farbtaf. ISBN 3-7030-0319-7. ATS 840,-/DEM 120,-/LIT 116.000,-

Das vorliegende Werk arbeitet erstmals den Anteil des Südtiroler Unterlandes an den Kämpfen der Jahre 1796/97, 1799/1801, 1805, 1809 und 1813/14 heraus. Die Kriegszeiten waren geprägt von Truppeneinquartierungen, vorgeschriebenen Transport- und Vorspanndiensten, Flüchtlingszügen und Verwundetentransporten, zeitweise wüteten unter Mensch und Tier Seuchen, die viele Opfer forderten und die angespannte Lage noch verschärften. Dazu kam der mehrfache Regierungswechsel: Österreich mußte Tirol 1805 an das mit Frankreich verbündete Bayern abtreten, und nach dem gescheiterten Aufstand unter Andreas Hofer 1809 wurde das Land dreigeteilt, wobei die Gegend südlich von Gargazon – und damit auch das Unterland – an Italien fiel. Erstmals wird dieses "italienische Zwischenspiel" im Unterland detailliert erforscht. Auch den "Helden von 1809" aus dem Süden Tirols und ihrem meist traurigen späteren Schicksal spürt Fontana nach. Die allgemeine Landesgeschichte bildet nicht nur den Hintergrund der Darstellung, sie wird ausführlich berücksichtigt, sodaß dieses Buch auch eine Geschichte Tirols in der Franzosenzeit geworden ist.

 

305 Luitfried Salvini-Plawen, Zur Geschichte von Muntaplayr/Dörfl (Obervinschgau). Die Analyse der Vignal-Käszins-Güter von 1438 im historischen Umfeld (12.-19. Jahrhundert). 1999. 234 S., 4 Farbtaf., 3 Kartenbeilagen. ISBN 3-7030-0328-6. ATS 480,-/DEM 68,-/LIT 67.000,-

Drei Urkunden aus spätmittelalterlicher Zeit zu einem Zinsstreit bilden den Ausgangspunkt für die vorliegende Forschungsarbeit zur Geschichte des Dörfls, das früher den rätoromanischen Namen Muntaplayr trug. Laut diesen drei Quellen weigerte sich die Dorfgemeinschaft von Muntaplayr, den Pfarrkirchen von Mals einen bestimmten Zins zu zahlen. Die Kirchen behaupteten aber, diese Abgabe sei seit uralter Zeit üblich. Der Tiroler Landesfürst ließ die Sache gerichtlich untersuchen und gab den Pfarrkirchen recht. Alle Zinsgüter in Muntaplayr wurden samt genauen Grenzangaben, den Bewirtschaftern und der Abgabenhöhe verzeichnet. Auf diesen Dokumenten aufbauend, zeichnet Salvini-Plawen die Geschichte des Dörfls. Besonders ausführlich widmet er sich der Entwicklung der bewirtschafteten Güter und der Flurnamengebung sowie der Bevölkerung (sozialer Stand, Sprache, Entwicklung, Mobilität, wirtschaftliche Lage). Die Forschungsergebnisse werden durch drei Kartenbeilagen, die die Entwicklung von 1438 bis in die Gegenwart dokumentieren, erläutert.

 

306 Paul Videsott / Guntram A. Plangg, Ennebergisches Wörterbuch – Vocabolar Mareo. Ennebergisch – deutsch, mit einem rückläufigen Wörterbuch und einem deutsch – ennebergischen Index. 1998. 383 S. ISBN 3-7030-0321-9. ATS 350,-/DEM 50,-/LIT 50.000,-

Das Mareo/Ennebergische gilt in phonetischer, morphologischer und lexikalischer Hinsicht als besonders eigenständige und originelle Mundart. Die Autoren haben über 13.700 Wörter und Wendungen verzeichnet und in mehrfacher Hinsicht ein Standardwerk zum Dolomitenladinischen geschaffen: Erstmals werden sowohl Vokalqualität als auch die im gesamten Gadertal phonologisch relevante Vokalquantität sowie die Tonstelle der Lemmata durchgehend angeführt, erstmals wird der Versuch gemacht, die Valenz der Verben systematisch anzugeben. Eine reiche Phraseologie ermöglicht Einblicke in die Grundzüge der Syntax des Ennebergischen. Als erstes Nachschlagewerk im Bereich des Gadertals berücksichtigt das Enneberger Wörterbuch die ladinische Schulorthographie. Ein ausführlicher Einleitungsteil bietet einen übersichtlichen Abriß der Laut- und Formenlehre, detaillierte Konjugationstabellen und einen Überblick über die einschlägige Literatur. Von besonderer Bedeutung ist der deutsch – ennebergische Index.

 

307 Roman Spiss, Landeck 1918 – 1945. Eine bisher nicht geschriebene Geschichte. 1998. 422 S. mit 108 Abb. ISBN 3-7030-0324-3. ATS 492,-/DEM 70,-

Die Zwischenkriegszeit und der Zweite Weltkrieg waren für Landeck, das 1923 zur Stadt erhoben wurde, ein besonders schwieriger Zeitabschnitt. Die großen wirtschaftlichen Probleme führten Anfang der dreißiger Jahre zu einer allmählichen Radikalisierung der Bevölkerung. Heimatwehr, Nationalsozialisten und Kommunisten erhielten immer mehr Zulauf. Die anfängliche Begeisterung vieler Landecker für den Anschluß 1938 ist vor allem vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen Situation zu sehen, und die Beseitigung der Arbeitslosigkeit innerhalb weniger Monate stärkte zunächst die Position der neuen Machthaber. Erst die Kriegsjahre brachten ein allmähliches Umdenken. Der Fronteinsatz der Männer und die vielen Todesmeldungen, die antikirchlichen Maßnahmen und das Euthanasieprogramm sowie die immer knapper werdende Lebensmittelversorgung trugen maßgeblich dazu bei. Roman Spiss läßt in seiner Darstellung auch die Betroffenen zu Wort kommen: 36 Zeitzeugen schildern ihre sehr persönliche Sichtweise.

 

308 Andreas Rudigier, Johann Ladner (1707-1779). Ein spätbarocker Bildhauer aus dem Paznaun. 1999. 352 S. mit 91 Schwarzweiß- und 62 Farbabb. ISBN 3-7030-0326-X. ATS 480,-/DEM 68,-

Die regionale Kunstgeschichte des Tiroler und Vorarlberger Oberlandes wurde im besonderen durch das Wirken der Tiroler Barockbildhauer (Michael und Melchior Lechleitner, Andreas Kölle, Andreas Thamasch, Josef und Georg Witwer) geprägt. Der aus Kappl stammende Johann Ladner lernte zunächst das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk. Die erste gesicherte Arbeit des Künstlers ist die Steinskulptur des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Bludenzer Stadtbrunnen, die 1735 entstand. In den folgenden Jahren schuf Ladner über 250 Stein- und vor allem Holzfiguren, die bis heute in den Kirchen, Kapellen, Bildstöcken, in Museen und Privathaushalten des Paznauntales und des Vorarlberger Oberlandes Zeugnis vom fruchtbaren Schaffen des Künstlers geben. Bis weit ins 19. Jahrhundert orientierten sich viele Bildschnitzer der Gegend an seiner Formensprache. Das vorliegende Buch bringt nach einem allgemeinen Überblick über die Entwicklung der Barockbildhauerei im Tiroler Oberland eine ausführliche Biographie Ladners und das detaillierte Werkeverzeichnis.

 

309 Erika Kustatscher, Beiträge zur Bevölkerungs- und Sozialgeschichte von Tiers vom 17. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg. Alltagsgeschichte auf der Grundlage serieller Quellen. Unter Mitarbeit von Georg Aichner, Ivo Masoner, Marlies Pattis, Ute Psenner, Evelyn Robatscher. 1999. 169 S., 8 Bildtaf. ISBN 3-7030-0339-1. ATS 350,-/DEM 50-/LIT 50.000,-

Das Tiersertal, ein östliches Seitental des unteren Eisacktales, erstreckt sich in einer Höhenlage zwischen rund 700 und 1600 Metern von Blumau bei Bozen bis zur Rosengartengruppe. 1604 begann man in der Pfarre Tiers mit der Führung eines Taufbuches, sechs Jahre später wurden auch ein Trauungs- und ein Sterbebuch angelegt. Seit diesem Zeitraum läßt sich die Entwicklung der Bevölkerung und ihre soziale und wirtschaftliche Lage mit wachsender Genauigkeit nachzeichnen. Mit großer Sorgfalt erschließt die Autorin diese Quellen und verfolgt sie bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Dabei werden unter anderem folgende Themenkreise behandelt: Bevölkerungs- und Familienzahl, Häufigkeit und Verteilung von Geburten, Eheschließungen und Todesfällen, Todesursachen, die Entwicklung der Kinder- und Säuglingssterblichkeit und des Alters der Ehepartner, die durchschnittliche Kinderanzahl der Familien und das Gebäralter der Frauen, Unehelichkeit, die Kriterien für die Vornamengebung und die Zu- und Abwanderungen.

 

310 Sprache und Dichtung in Vorderösterreich. Elsass – Schweiz – Schwaben – Vorarlberg – Tirol. Ein Symposion für Achim Masser zum 65. Geburtstag am 12. Mai 1998. Hg. von Guntram A. Plangg und Eugen Thurnher. 2000. 196 S. ISBN 3-7030-0342-1. ATS 380,-/DEM 54,-

Die Beiträge (Kurztitel): Rudolf Schützeichel: Zur Methode der Glossenforschung. Ingo Reiffenstein: Italien und die Anfänge des Wortes "deutsch". Rolf Bergmann: Zehn St. Galler Kleinigkeiten (Glossen). Norbert Richard Wolf: Zur althochdeutschen Benediktinerregel. Guntram A. Plangg: Alte Namen aus Nüziders. Peter Ochsenbein: Presbyter Winitharius (Schriftsteller aus St. Gallen). Alois Wolf: Reinmar, Walther und die "Renaissance des Mittelalters". Fritz Peter Knapp: Rudolf von Stams. Anton Schwob: Die Heirat Oswalds von Wolkenstein mit Margarethe von Schwangau. Heinz Endermann: Michael Gaismairs Tiroler Landesordnung. Erwin Koller: Ein Fastenpredigtzyklus Geilers von Kaisersberg. Werner M. Bauer: Rezeptionsweisen der Antike. Eugen Thurnher: Notizen zur Sterzinger Miszellaneen-Handschrift.

 

311 Paul Videsott, Ladinische Familiennamen – Cognoms Ladins. Zusammengestellt und etymologisch gedeutet anhand der Enneberger Pfarrmatrikeln. 2000. 376 S. mit 3 Karten und 4 Abb. ISBN 3-7030-0344-8. ATS 350,-/DEM 50,-/LIT 50.000,-

Dieses Werk bietet eine Sammlung, historische Dokumentation und etymologische Deutung der Familiennamen in Dolomitenladinien. Die Namen werden auf der Grundlage der alten Enneberger Taufmatrikeln (1605-1784) erfaßt und wissenschaftlich erforscht, wobei die Entstehung der Familiennamen, ihre früheste Nennung, ihre Verbreitung und ihre formale Entwicklung von einem ursprünglich romanischen zu einem für den deutschsprachigen Raum Tirols charakteristischen Typus im Zentrum der Arbeit stehen. Entsprechend ihrer weitgehenden Herkunft aus Hof- oder Weilernamen weisen die Gadertaler Familiennamen zum Großteil (räto)romanische Wurzeln auf; die in den Matrikelbüchern ebenfalls vorkommenden deutschen, italienischen und lateinischen Namen sind in der Minderheit, werden aber in gleicher Weise berücksichtigt. Damit bietet das ladinische Namenbuch eine breit angelegte, quellenkritische Erforschung der Familiennamen in den ladinischen Dolomitentälern.

 

312 Werner O. Packull, Die Hutterer. Frühes Täufertum in Tirol. Aus dem Englischen übersetzt von Astrid von Schlachta. Erscheint Ende 2000. Ca. 400 S. ISBN 3-7030-0347-2. Ca. ATS 580,-/DEM 83,-

Das Buch geht den Ursprüngen der Hutterer, der Tiroler Richtung der Täufer, im 16. Jahrhundert nach. Diese religiöse Bewegung, die die Erwachsenentaufe praktiziert und in Gütergemeinschaft ohne Privatbesitz lebt, ist schon wenige Jahre nach ihrer Gründung schwersten Verfolgungen ausgeliefert. 1529 führt Kaiser Karl V. die Todesstrafe für die "Wiedertäufer" ein. Der Name des Tiroler Zweiges geht auf Jakob Hutter aus dem Südtiroler Pustertal zurück, der 1536 vor dem Goldenen Dachl in Innsbruck auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. Den Hutterern bleibt nur die Auswanderung: zunächst nach Mähren, und als auch dort die Verfolgungen beginnen, nach Siebenbürgen, dann in die Walachei und schließlich nach Südrußland, von wo eine Gruppe im 19. Jahrhundert nach Amerika umsiedelt. In den USA und Kanada leben die Nachkommen dieser Flüchtlinge noch heute in Bruderhöfen streng nach den alten religiösen Regeln.

 

313 Musikgeschichte des Landes Tirol. Band 1: Von den Anfängen bis 1600. Hg. von Kurt Drexel und Monika Fink. Erscheint Ende 2000. Ca. 560 S. mit zahlr. Abb., 24 Farbtaf. ISBN 3-7030-0348-0. Ca. ATS 780,-/DEM 112,-

Die erste umfassende Musikgeschichte Tirols ist auf drei Bände angelegt und bietet eine weit über den eigentlichen musikologischen Bereich hinaus reichende kulturgeschichtliche Orientierung. Der erste Band hat die Musikgeschichte von den Anfängen bis in die frühe Neuzeit zum Inhalt und führt von den vorgeschichtlichen Felszeichnungen von Tanz, Gestik und Musik über die schriftlichen Quellen und die Funde aus römischer und mittelalterlicher Zeit bis zur musikalischen Hofkultur und der Musik der Bürger, Bauern und Spielleute um 1600. 23 Autoren aus dem In- und Ausland und aus verschiedenen Fachrichtungen warten in ihren zum Teil reich bebilderten Beiträgen mit einer Reihe neuer Forschungsergebnisse auf und ermöglichen eine interdisziplinäre und grenzübergreifende Sichtweise.

 

Vorschau auf geplante Bände

Christina Antenhofer, Flurnamenbuch der Gemeinde Pfalzen. Eine historische Landschaft im Spiegel ihrer Namen.

 

Kurt Scharr, Der Siedlungsprozeß im Ötztaler Gebirgsraum. Vom 13. Bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

 

Klaus Brandstätter, Die Bürgerschaft der Stadt Hall im Mittelalter.

 

(c) Michael H Weber 2000